Wassilissa

Ein Mann lebt mit seiner Tochter Wassilissa, zwei Stieftöchtern und seiner zweiten Frau in einer alten Hütte nahe beim Wald. Die Stiefmutter mit ihren Töchtern werden neidisch auf Wassilissa, weil sie so schön und fleissig ist. So muss Wassilissa hart arbeiten und viel ertragen. Doch ihr hilft eine Puppe, welche ihre Mutter ihr vermacht hatte bevor sie starb. Eines Tages wird Wassilissa zur gefürchteten Hexe Babajaga in den Wald geschickt, um dort Feuer zu holen, das böswillig ausgelöscht worden war. Babajaga verspricht ihr das Feuer, wenn sie schwere Aufgaben zu verrichten vermag. Wieder berät sie die Puppe und hilft ihr die aufgetragenen Arbeiten zu erledigen, so dass die Alte nichts an ihr mehr aussetzen kann. So gibt Babajaga ihr einen durch Feuer erleuchteten Schädel. Zu Hause wird sie zuerst freundlich empfangen, denn seit ihrem Weggang hatten sie weder Licht noch Feuer. Der Totenschädel mit den hell leuchtenden Augen verfolgt aber Stiefmutter und Stiefschwestern und versengt diese zu Asche. Wassilissa wird dank ihrer Puppe eine sehr gute Weberin. Bald lässt sogar der Zar sich seine Hemden von Ihr machen und verliebt sich in sie. Glücklich lebten sie fortan als Zar und Zarin bis an ihr Lebensende.



Thema

Wassilissa stellt sich mutig der geheimnisvollen Babajaga und schaut dem leuchtenden Totenschädel in die Augen. Dadurch überlebt sie. Wir sind also aufgerufen hinzuschauen. Hinzuschauen was in dieser Welt und in uns passiert und auch der Wahrheit ins Auge zu blicken, um ein gesundes Unterscheidungsvermögen zu entwickeln. Was ist gut, was ist böse? Wer oder was tut uns gut und was nicht? Wer in Verbindung mit seiner inneren Welt steht, hat die Kraft das lebenswichtige Feuer zu suchen, zu finden und dessen Kraft zu nutzen um der starken Brandung des Lebens zu trotzen und um den klaren Blick zu behalten. Eine mutige Konfrontation mit Dir selbst.

Umsetzung

Nicole als Wassilissa und Stiefschwester, Martin als Vater, Stiefmutter, Babajaga und Zar… Ihnen stehen eine zwölfmetrige Strickleiter, drei kleine Podeste ein grosser Kupferkessel mit Riesenholzbesteck, Rauch und Feuer zur Verfügung und dazu 4 Totenköpfe…

Der gesprochene Text hilft dem Publikum den Ablauf der Geschichte zu verstehen, die gespielte Musik überträgt die Trauer, die Freude, die Angst und die Spannung sowie die Hoffnung, die Bewegungssequenzen vermitteln alles, was mit Worten schwer zu beschreiben ist und die ausgeführten Kunststücke öffnen durch das Staunen alle Sinne. Es erwartet uns eine persönliche Umsetzung dieser russischen Erzählung, welche uns liebevoll mitnimmt in die Welt von Nicole & Martin. Simpel und doch vielschichtig zugleich, einmal dramatisch und ernst, zugleich aber auch lustig und leicht.

Produktion: Cie Nicole & Martin
Autor: nach einem russischen Volksmärchen
Theatralische Fassung: Nicole & Martin und Dominique Saner
Spiel und Künstlerische Leitung: Nicole Gubler Schranz
Spiel und Technische Leitung, Organisation: Martin Gubler
Ritter und musikalische Gruppenszene: Nathen Robinsen, Johanna Sudbrack, Taeke Kelling, Celia Vickers
Regie: Dominique Saner
Choreographie Tanz: Andrea Herdeg
Kreation Kostüme, Künstlerische Beratung: Maria Lehmann-Wipplinger
Näharbeiten: Salome Egger
Atelierleitung (Kostüme und Requisiten): Ruth Mäusli
Support: Ernst Göhner Stiftung, Swisslos Basellandschaft, Kulturelles Baselland, Fachausschuss Tanz Theater Baselland, Schweizerische Interpretenstiftung, Kulturpark, Swisslos Baselstadt, The Ramsay Foundation